Telefónica und die Netzneutralität
Wie heute auf heise.de zu lesen ist, würde die spanische Telefónica gerne Geld von Google sehen, da Google angeblich 6% des Internettraffics verursache, und an Telefónica nichts bezahlt. Das klingt für einen normalsterblichen erst einmal vollkommen normal, ist es aber nicht!
Denn, wie sieht das ganze nun aus?
Wir hätten da Google, deren ISPs, Telefónica und die Kunden von Telefónica. Wer zahlt nun was an wen?
Google zahlt seinen Traffic bei seinen ISPs, welche teilweise Peerings mit der Telefónica haben. Peerings sind Vereinbarungen zwischen Providern der Art “Lässt du meinen Traffic durch, lass ich deinen Traffic durch! (gratis)”. Die Kunden von Telefónica zahlen ihre Gebühren für beispielsweise einen DSL-Anschluss. Was Telefónica nun stört ist, dass sie von dem Geld, welches die ISPs, bei denen Google Kunde ist, kassieren, nichts ab bekommen. Wir sehen: Der Traffic ist bereits bezahlt! Nämlich durch Google und den Kunden. Google kauft nichts von der Telefónica und sollte damit auch nichts an selbige zu entrichten haben. Nur ärgert sich die Telefónica, dass sie nur einmal kassiert (bei den eigenen Endkunden) und nicht auch noch von Google Geld für den Traffic bekommt.
Vielleicht löst Google dieses Problem ja einfach selbst, indem es den Zugang zu seinen Diensten aus dem Netz der Telefónica sperrt. Das Telefónica Problem lösen dann die Kunden der Telefónica ganz schnell von alleine…